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Brando

Stefan Brandmayr
Installation, 2017
Diplom Bildende Kunst / Bildhauerei – transmedialer Raum

Installation

Stefan Brandmayr wählt aus und fügt zusammen, er zerlegt und ordnet, er formt und performt. Seine Herangehensweise ist stets prozessorientiert: Ausgangspunkt seiner Werke ist nicht ein Konzept, vielmehr geht die haptische Arbeit mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung einher. Brandmayr setzt sich mit Vorstellungen von Männlichkeit auseinander und verknüpft dabei die Analyse von Geschlechterrollen mit der Analyse von grundlegenden Parametern gegenwärtiger Kunstproduktion. In der Installation Brando sind Filmsequenzen zu sehen, die das Spannungsverhältnis von bildender und darstellender Kunst ausloten. Nicht nur die Ausschnitte aus Dokus, Fernsehserien und Kinofilmen handeln von Schauspiel und Bildhauerei, sondern das Display selbst thematisiert diese Bereiche. Holz, Stahl, Styrodur sowie Monitore, DVD-Player, Kabel und Kopfhörer verweisen auf die Aufgaben von Kulissen und Requisiten, aber auch auf bildhauerische Fragestellungen rund um Funktion, Präsentationsbedingungen und Wahrnehmung von Skulptur. Selbstreflexiv bezieht sich der Künstler mit ein, wenn er nicht nur seine „passive Filmbiografie“ zu sehen gibt, sondern mit Brando einen Hollywood-Rebellen als Titelgeber und potenzielles Rollenvorbild einbringt. (Gudrun Ratzinger)

Diese Arbeit wurde in der Ausstellung BestOff 2017 gezeigt.

"Brando" © Stefan Brandmayr; 2017
"Brando" © Stefan Brandmayr; 2017