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Kopfkontrolle

Julia Heinisch
Fotografie, 2017
Bildende Kunst / Bildhauerei – transmedialer Raum

Objekt, Fotoserie

Julia Heinisch erweitert intuitive und reduzierte Skizzen zu Objekten, Wandmalereien und Grafiken, welche vorwiegend verschiedene Zustände und deren Übergänge thematisieren. Die gewählten Motive und Inhalte sind eng mit dem Momenthaften verbunden und befinden sich in steten Metamorphosen. In ihren Arbeiten sind Teile dessen, was einmal war, ebenso zu erkennen wie das, was im Entstehen begriffen ist.

Die Erscheinung von Menschen wird davon dominiert, wie Haar gezeigt oder verborgen wird; Haar dient als körpereigener Schmuck und individuelles Statement. Oft glauben wir auch, daraus Details über Herkunft, Kultur, Religion oder soziale Schicht ableiten zu können. Haar ist also ein starkes visuelles Merkmal, das Zugehörigkeit markiert. Damit ähnelt es gewissermaßen einer Flagge, die ebenfalls als Symbol und Informationsmedium über größere Distanzen fungiert. Die Arbeit Kopfkontrolle verbindet ein Kunstfaserperückenteil mit einer Eisenstange zu einem flaggenähnlichen Objekt. Dieses steht als Zeichen für selbst bestimmten weiblichen Widerstand gegen uniforme Betrachtung und Bewertung sowie als Aufforderung zur Veränderung von gesellschaftlichen Normen und eigenen soziokulturellen Standpunkten. (Julia Heinisch und David Wittinghofer)

Diese Arbeit wurde in der Ausstellung BestOff 2017 gezeigt.

"Kopfkontrolle" © Julia Heinisch; 2017
"Kopfkontrolle" © Julia Heinisch; 2017