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MITTEILUNG

Performatives Holocaust-Denkmal

Der Standard online

Für ihr Kunstprojekt nahm die Aktionskünstlerin Esther Strauß den Namen eines in Auschwitz ermordeten Kindes an.

Sie war ein Jahr lang Marie Blum – ein "performatives Denkmal", das einem im KZ geborenen und ermordeten Mädchen dieses Namens gewidmet ist.

Esther Strauß maße sich damit nicht an, Marie Blum zu sein, sagt sie: "Im Zentrum der Arbeit steht vielmehr, dass das nie wieder jemand sein kann. Dieses Leben ist unwiederbringlich."
Aufwerfen will die Künstlerin mit dem Projekt aktuelle Fragen zu Erinnerungs- und Denkmalpolitik und zum spezifisch österreichischen Umgang mit der Täterschaft. Das Mädchen Marie Blum wurde am 5. September 1943 in Auschwitz geboren und dort drei Tage später ermordet. Sie kam in jenem Lagersektor zur Welt, in dem Roma und Sinti interniert waren. Für den nationalsozialistischen Völkermord an ihnen gibt es in Österreich bis heute keinen zentralen Gedenkort.

Esther Strauss ist Absolventin und Lehrende der Malerei & Grafik an der Kunstuniversität Linz.

Artikel online lesen:
www.derstandard.at/kuenstlerin-esther-strauss-setzt-performatives-denkmal

Artikel von: Ivona Jelčić  27. Jänner 2021

performatives Holocaust-Denkmal © Marie Blum