zum Inhalt

Abteilung Medientheorien

Schwerpunkt Digitale Kulturen

Warum Medientheorien?
An Kunsthochschulen sind Medientheorien auf vielfache Weise mit Fragen künstlerischer und experimenteller technologischer, politischer und kultureller Praxis befasst. Heute reagieren sie zunehmend auf eine unheimliche Begegnung der dritten Art. Ubiquitous computing, responsive environments, wearable computing, sonic interfaces, das Internet der Dinge – die allgegenwärtigen Enden der KI-Forschung sind Anzeichen einer neuen, digitalen Magie, ihre Interfaces agieren meist unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Beredsam ist die Metapher der sozialen Medien. Wie sind digitale Medien sozial geworden? In welche Beziehungen werden sie uns verwickeln? Welche  Identitäten und Körper wollen sie entwerfen, welche Geschichten vom Menschen erzählen, welche Biografien erfinden? Und was bedeutet die Allgegenwart digitaler Schnittstellen für die digitalen und analogen Künste, die Erforschung alternativer Räume und Zukünfte, die spekulativen und industriellen Formen der Gestaltung? Wie kann man Medien analysieren, die uns vollständig umgeben – wie Medien  gestalten, die längst zu unserem Schatten- und Zwillingsich geworden sind?
               
Auf die Immersion und Selbstreferenz digitaler Kulturen reagiert die Abteilung Medientheorien mit einem Schwerpunkt zur Magie digitaler Dinge. In spekulativer, ästhetischer und wissenschaftlicher Hinsicht sollen die mannigfaltigen Wechselwirkungen, Schwellen und Schnittstellen zwischen digitalen und analogen Kulturen mit paradigmatischen Fallbeispielen und Versuchsanordnungen bereist, analysiert und diskutiert werden. Neben dem skizzierten Schwerpunkt werden weitere Projekte und Arbeitsfelder verfolgt. Eine Auswahl.
 
+ Inseln und Meere: Erzählungen der großen Zahl, Bilder der Quantifizierung
+ Science & Fiction. Zur Theorie, Geschichte und Gestaltung spekulativer Zukünfte
+ Kulturtechniken der Zweidimensionalität: Zeichnen, Schreiben, Rechnen.
+ TR MN SHW. Wahre Menschheitsgeschichten.
+ Büro für nützliche Fiktionen
 
An der Kunstuniversität Linz sind medientheoretische Probleme und Fragestellungen integraler Bestandteil verschiedener künstlerischer und wissenschaftlicher Studiengänge,  insbesondere des MA »Medienkultur- und Kunsttheorien« und des BA »Kulturwissenschaften«, den die Kunstuniversität zusammen mit der Johannes Kepler Universität Linz, der Katholischen Privatuniversität Linz und der Anton Bruckner Privatuniversität ab WS 2019 anbietet.
              

Leitung
Univ.Prof. Dr.phil.
Gloria Meynen
gloria.meynen@ufg.at

Kunstuniversität Linz
Abteilung Medientheorien
Domgasse 1, 4. OG
4020 Linz | Austria