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MITTEILUNG

Arbeitnehmer:innen-Veranlagung 2020

Mit Ende Februar wird immer der Jahreslohnzettel vom Arbeitgeber an das Finanzamt übermittelt und ab diesem Zeitpunkt kann die ArbeitnehmerInnenveranlagung - auch Lohnsteuerausgleich genannt - für das vergangene Jahr durchgeführt werden.

Wie gewohnt passiert dies über Finanzonline https://finanzonline.bmf.gv.at/

Für das Jahr 2020 gibt es ein paar Änderungen, welche auf der folgenden Seite der AK sehr gut und übersichtliche zusammengefasst sind: https://www.arbeiterkammer.at/beratung/steuerundeinkommen/steuertipps/steuerundcorona.html

Wir haben hier die wichtigsten Punkte für die Kunstuni-Mitarbeiter:innen von der AK-Seite eingefügt:

Was gilt für die ArbeitnehmerInnenveranlagung 2020?

Die Neuregelung gilt erst ab der Arbeitnehmerveranlagung 2021. D.h. für letztes Jahr sind noch die bisherigen Regelungen anzuwenden.

Kosten für digitale Arbeitsmittel

Müssen Sie Ihren privaten PC oder Ihr privates Telefon nutzen, dann können Sie die Kosten dafür anteilig absetzen. Auch Internetkosten können im Ausmaß der beruflichen Nutzung geltend gemacht werden. Nähere Informationen dazu finden Sie unter Werbungskosten.

Kosten für Schreibtisch und Bürosessel

Büromöbel sind grundsätzlich nur für ein steuerliches Arbeitszimmer absetzbar. Allerdings soll die Neuregelung ab 2021 betreffend die Absetzbarkeit ergonomischer Büromöbel auch schon Anschaffungen in 2020 umfassen. Für die ArbeitnehmerInnenveranlagung 2020 ist neu, dass bis zu 150 € an Werbungskosten für ergonomisches Büromobiliar (wie zum Beispiel Schreibtisch, Schreibtischsessel und Tischlampe) ohne Anrechnung auf das Werbungskostenpauschale geltend gemacht werden können. Jedoch müssen zumindest 26 Tage im Jahr ausschließlich zu Hause im Homeoffice gearbeitet worden sein.

Insgesamt können für die Jahre 2020 und 2021 300 € geltend gemacht werden. Machen Sie mit der ArbeitnehmerInnenveranlagung 2020 bereits 150 € für Büromöbel geltend, können Sie 2021 ebenfalls nur 150 € absetzen. Haben Sie 2020 jedoch noch keine Möbel gekauft, sondern erst 2021, bleibt ihnen für die ArbeitnehmerInnenveranlagung 2021 der volle absetzbare Betrag von 300 €.

Sind die Anschaffungskosten höher als der maximal absetzbare Betrag, werden Sie den übersteigenden Betrag in das Folgejahr mitnehmen können. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Sie auch im Folgejahr zumindest 26 Tage ausschließlich im Homeoffice verbracht haben.

Ein Beispiel
Vanessa M. hat im Jahr 2020 einen Bürostuhl um 400 € gekauft.

150 € davon kann sie 2020 absetzen.
150 € kann sie 2021 absetzen.
Die verbleibenden 100 € kann sie im Jahr 2022 geltend machen.
Voraussetzung ist, dass sie in allen Jahren zumindest 26 Tage im Homeoffice gearbeitet hat.

Tipp

Haben Sie sich bereits 2020 einen Bürosessel oder Schreibtisch gekauft, können Sie die Kosten dafür ab April 2021 in der Arbeitnehmerveranlagung mit dem Formular L1 HO geltend machen.

Haben Sie Ihren "Steuerausgleich" 2020 bereits gemacht und noch absetzbare Büromöbel? Dann können Sie die Büromöbel nachträglich geltend machen. Hierfür geben Sie auch das Formular L1 HO beim Finanzamt ab und dann erhalten Sie einen neuen Bescheid, bei dem die Möbel steuerlich berücksichtigt werden.

Steht mir das Pendlerpauschale während Kurzarbeit oder Homeoffice zu?

Haben Sie bereits vor dem coronabedingten Homeoffice Anspruch auf ein Pendlerpauschale gehabt, dann haben Sie das auch weiterhin, und zwar bis 30.06.2021. Ab Juli 2021 muss nach derzeitigem Rechtsstand tatsächlich im entsprechenden Ausmaß gependelt werden. Nähere Informationen zum Pendlerpauschale finden Sie hier.