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MITTEILUNG

Halbierung Pensionsversicherung

Wir wollen eine schon seit 1. Jänner 2017 geltende Regelung in Erinnerung rufen, die in der Praxis v. a. für Kolleginnen von Interesse ist.

Mit dem Sozialversicherungs-Änderungsgesetz 2016 (BGBl. I 29/2017) wurde die Möglichkeit des Pensionsaufschubs geschaffen. Kollegen:innen, die

  • bereits Anspruch auf eine Alterspension haben,
  • diesen Anspruch noch nicht geltend gemacht haben und
  • sich in der pensionsversicherungsrechtlichen Bonusphase befinden, können davon profitieren.

Die Bonusphase erstreckt sich bei Frauen derzeit grundsätzlich vom vollendeten 60. bis zum vollendeten 63. Lebensjahr und bei Männern vom vollendeten 65. bis zum vollendeten 68. Lebensjahr.

Für den Zeitraum dieser Bonusphase haben Dienstgeber und Mitarbeiter:in nur 50 % ihres jeweiligen Pensionsversicherungsbeitrags zu entrichten. (Der Dienstnehmeranteil sinkt daher von 10,25 auf 5,125 %.) Da die übrigen 50 % von der Pensionsversicherung getragen werden, hat das keinerlei negative Auswirkung auf die Pensionshöhe.

Für die Inanspruchnahme müssen die Vertragsbediensteten dem Dienstgeber eine Mitteilung der Pensionsversicherungsanstalt vorlegen, aus der hervorgeht, dass ein Anspruch auf Alterspension besteht, die jedoch noch nicht ausbezahlt wird.

Bei uns nimmt bereits im Vorfeld die Personalabteilung mit betroffenen Personen Kontakt auf, um Sie darüber zu informieren.

Zur Info: Dieses Gesetz betrifft nur Frauen, die zwischen dem 60. und dem 62. Lebensjahr alle Versicherungsmonate erreichen und bis spätestens zum 63. Lebensjahr in Pension gehen. Und Männer ab 65 bis zum 68. Lebensjahr.

Ein Beispiel wäre: Eine Mitarbeiter*in hätte zum 60. Lebensjahr in die „Regelpension“ (gilt auch derzeit noch für Frauen) gehen können. Sie hätte die Mindestversicherungszeiten (180 Monate in den letzten 15 Jahren) zusammen. Jedoch bleibt/blieb die Mitarbeiter*in länger, da ihre Pension mit 60 für sie zu wenig ist oder gewesen wäre. Ihr wurde damals (bis 2017) noch die volle Sozialversicherung abgezogen, da es ja dieses Gesetz vorher noch nicht gab. Ab 2017 wäre/wird der Mitarbeiter*in von dem Sozialversicherungsbeitrag, für den Teil des Pensionsbeitrages nur noch die Hälfte abgezogen, da sie ja die Mindestversicherungszeiten vorweg erreicht hat (180 Monate in den letzten 15 Jahren).