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Pilzmyzel als Baumaterial

6. November 2019, 18.00 Uhr Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 6, Sofahörsaal H6.04.01

Vortrag von Robert Koeppe im Rahmen der Reihe "schöner scheitern".

Pilze als dritte makroskopische Lebensform der Erde neben Pflanzen und Tieren haben das Gesicht unseres Planeten viel nachhaltiger geprägt, als die Reduktion auf essbare "Schwammerl" und schädlichen "Schimmel" vermuten lässt. Mit zunehmendem Fokus der wissenschaftlich-technischen Welt auf die immer wieder unsere Vorstellungskraft herausfordernde Vernetztheit der Biosphäre unseres Planeten finden sich Pilze plötzlich ganz oben auf der Liste der großen Hoffnungsträger einer nachhaltigen Technologierevolution.
 
Einer der lange übersehenen Aspekte von Pilzen ist ihre Fähigkeit, sehr feste Biomaterialien umzusetzen, zu verbinden und umzuformen. In den letzten Jahren haben sich hierbei einige technische Verfahren herausgebildet, um mittels Pilzen aus land- und forstwirtschaftlichen Abfällen hochwertige Konstruktionsmaterialien zu erzeugen. In dem Vortrag wird Robert Koeppe auf einige spannende Ansätze näher eingehen und auch einige Resultate eigener Versuche als Objekte zum angreifen präsentieren.
 
Robert Koeppe ist ein meist in Linz ansässiger reisender Entdecker, Erfinder und Entwickler. Als studierter Naturwissenschaftler und sowohl erfolgreicher als auch gescheiterter Firmengründer sieht er seine Rolle im Leben im Realisieren unerwarteter und sinnvoller technischer und organisatorischer Zusammenhänge. Hat gerade viel Freude damit, an der Abteilung für Physik weicher Materie der JKU Linz Pilzen ganz genau beim wachsen zuzusehen.
 
Das Institut Raum und Design der Kunstuniversität Linz startet im WS19/20 die Vorlesungsreihe „schöner scheitern“. Die Vorträge werden von den Institutsstudienrichtungen die architektur, FAT, Industriedesign und space&designSTRATEGIES inhaltlich übergreifend kuratiert und organisiert und sind offen für alle.

Einladung "schöner scheitern".pdf